Microsoft Power Platform im Unternehmen
Die Microsoft Power Platform besteht aus vier Werkzeugen, die zusammen vieles abdecken, was Unternehmen sonst als eigenes Softwareprojekt beauftragen: Power Apps für Anwendungen, Power Automate für Automatisierung, Power BI für Auswertungen und Copilot Studio für dialogfähige Assistenten.
Interessant ist dabei weniger der Funktionsumfang als die Tatsache, dass all das bereits in der Microsoft-365-Lizenz enthalten ist, die die meisten Unternehmen ohnehin bezahlen.
Wo es sich am schnellsten rechnet
In der Praxis sehen wir drei Szenarien, in denen sich die Power Platform fast immer innerhalb weniger Wochen amortisiert.
Ablösung einer Excel-Datei, die über sich hinausgewachsen ist. Jedes Unternehmen kennt diese eine Datei, die fünf Personen öffnen, die sich sperrt und von der es Versionen mit Datum im Dateinamen gibt. Eine Power-Apps-Anwendung über einer SharePoint-Liste löst das in wenigen Tagen, inklusive Zugriffssteuerung und Änderungshistorie.
Freigaben, die per E-Mail wandern. Urlaubsanträge, Bestellungen, Spesenfreigaben, alles was derzeit über eine Kette von Nachrichten läuft. Power Automate macht daraus einen Ablauf mit klarem Status, Fristen und einer nachvollziehbaren Freigabehistorie.
Berichte, die jeden Montag von Hand entstehen. Wenn jemand wöchentlich Daten aus zwei Systemen zieht und in eine Präsentation kopiert, ist das ein Power-BI-Bericht, der sich selbst aktualisiert.
Wo Vorsicht geboten ist
Die Power Platform ist keine Antwort auf alles. Bei Prozessen mit sehr hohem Transaktionsvolumen oder komplexer Geschäftslogik stößt man schnell an Lizenz- und Performancegrenzen. Dann ist klassische Entwicklung günstiger.
Die zweite Falle ist die Governance. Wenn jeder eine Anwendung bauen kann, haben Sie ein Jahr später vierzig Anwendungen und niemand weiß, welche noch genutzt werden. Vor einer breiten Einführung sollte geklärt sein, wer neue Abläufe freigibt, wo sie liegen und wer sie pflegt, wenn die Autorin oder der Autor das Unternehmen verlässt.
Wie man anfängt
Nehmen Sie einen Prozess, den alle im Unternehmen als lästig empfinden, messen Sie, wie viele Stunden im Monat er kostet, und automatisieren Sie genau diesen. Ein messbares Ergebnis an einem Prozess öffnet Türen sehr viel zuverlässiger als eine Strategie über dreißig Folien.
Wenn wir uns diesen ersten Prozess gemeinsam ansehen sollen, melden Sie sich. Die erste Analyse ist kostenlos.